Oh Mercy – Bob Dylan (1988)

Bob_Dylan_-_Oh_Mercy_(Front)OK, es ist ein Fact, dass bei diesem Album einer meiner favorisierten Songwriter und einer meiner favorisierten Produzenten am Werk waren. Es ist auch offensichtlich, dass Produzent Lanois hier einen omnipräsenten Einfluss auf Dylan und alle Beteiligten hatte, aber trotzdem – oder gerade deshalb bleibt Oh Mercy mein Lieblingsalbum der mittleren Dylan Phase.
Die Vorgeschichte und der Werdegang bezüglich Songwriting und Produzentenwahl ist ja in Dylans Chronicles eingehend beschrieben worden, ich erspare mir hier weitere Ausführungen (siehe auch hier), Tatsache ist, dass Dylan mit diesem Album eine Art Comeback feiern konnte. Ein Prädikat, welches leider die darauf folgenden Studioplatten nicht zu halten vermochten.
Lanois drückt den Aufnahmen in New Orleans seinen typischen Stempel auf: Erdige und trotzdem sphärische Stimmungen, Gitarren mit Delays und viel Atmosphäre, ohne dass gleich U2 Ambitionen aufkommen. Zusammen mit New Orleans‘ Who is Who verleiht er Dylans Songs das gewisse Etwas, welches dieses Album zu einem herausrageden Werk macht. Enttäuschend bedeutungslos im Vergleich sind die Outtaktes und Alternativversionen, welche im 2009 im Rahmen der „Official Bootleg Series“ erschienen sind.
Meine Anspieltipps sind: „Ring them Bells“, obwohl lange nach der sogenannt christlichen Phase geschrieben, ist dies vielleicht einer der aussagekräftigsten Titel in dieser Hinsicht. Dann aber auch „Deceise of conceit“, „Everything is broken“ und natürlich „Man in the long black coat“, dessen Intro ja im Film „I’m not there“ ausgiebig gefeatured wird. Zu guter Letzt dann sicher auch „Most of the time“ und „Shoting star“, beide auch mit herausragender Textarbeit.

Songs: *****
Produktion: *****

Cover+Booklet Artwork: **

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

webdesign: luginbuehl.com