Rolf Luginbuehl

Mix in London II

by Rolf Luginbuehl on Sep.14, 2009, under Allgemein, From the road, Recording+Studio

Nachdem sämtliche Overdubs und Gesänge nun fertig sind, sind wir hier im Norden Londons am Mischen. Analoge Geräte, Kontaktspray und Tonband beherrschen die Szenerie neben Computer und Software. Der zweite Song ist im Kasten, heute hat’s zeitlich sogar für ein Nachtessen gereicht. “Bring your own wine” nennt sich das, man bestellt Essen im Restaurant und bringt sein Bier oder Wein selber mit. london2

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Overdubs und Mix in London

by Rolf Luginbuehl on Sep.11, 2009, under Allgemein, From the road, Recording+Studio

Im Moment bin ich in London, wo ich zusammen mit Richard Causon an letzten Overdubs, Vocals und schliesslich dem Mix meiner neuen Produktion arbeite. Das Studio befindet sich in einer ehemaligen Schokoladenfabrik, wo es unzählige kleine Studios, Ateliers und Büros hat. Richard ist der einzige Produzent, Tontechniker, Musiker und Kaffeekocher den ich kenne, der diese Funktionen nicht nur in sich vereint, sondern auch alles gleichzeitig machen kann.
Schon bald lasse ich also die Katze aus dem Sack, was es mit der neuen Produktion auf sich hat, soviel sei verraten, eine normale CD wird das nicht sein…

Wen wir nicht grad auf dem Dach Pause machen trinken wir Tee, wenns sein muss auch mal während der Arbeit.

Wen wir nicht grad auf dem Dach Pause machen trinken wir Tee, wenns sein muss auch mal während der Arbeit.

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Lieber Polo

by Rolf Luginbuehl on Aug.20, 2009, under Allgemein

Ja, ich freue mich über Deine neue Platte und Nein, der Hintergrund auf meiner, dieser Website ist nicht geklaut von Deiner neuen Platte, der ist von meinem Zigarettenetui, welches ich in Griechenland gekauft habe. Gescannt nennt man das. Und ich habe den bereits vier Wochen vor der Veröffentlichung Deiner Platte eingefügt :-)

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Overdubs und Fotoausstellung

by Rolf Luginbuehl on Aug.03, 2009, under Allgemein, Fotografie

fotoauswahlOb das schon der Sommer gewesen ist? Nach einigen Tagen des Müssiggangs bin ich nach wie vor an Overdubs für die kommende Produktion.
In den letzten Tagen heulten und schluchzten hier Marc Gerbers Gitarren und Lapsteels, dass es eine Freude ist! Bald gehts weiter mit Vocals und Mix.

Zualldem bin ich am Vorbereiten für eine Ausstellung meiner Fotografien im September – Infos folgen demnächst auf diesem Sender.

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Redemption’s Son – Joseph Arthur (2002)

by Rolf Luginbuehl on Jul.04, 2009, under My Top 40 Records

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US Version

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UK Version

Fünfzehn dichte Klang- und Textteppiche hat der New Yorker Musiker und Maler Joseph Arthur für dieses Album im Alleingang gewoben. Viel Inhalt wird einem hier geboten, nicht zuletzt auch weil Joseph seine Covers selber gestaltet, der Mann hat Output. Stilistisch passte er zu dieser Zeit bestens auf Gabriels Real World Label, damit ist einiges gesagt. Die akustische Gitarre steht meist im Zentrum des Geschehens, ohne aber in Singer-Songwriter Manier zu dominieren (Ausnahme: “Dear God”, wo auch die Harp nicht fehlt. Dieser Titel fehlt aber auf dem UK Release). Loops der rhythmisch, sphärischen Art, wie es sich für weiche Bodendecker gehört scharwenzeln mit einer Vielfalt an Klängen, alles immer angenehm unkonvetionell. Man kann hier trotzdem und durchaus gewisse kommerzielle Absichten unterstellen, allerdings wird dieses Bild durch eine depressive, dunkle Komponente auf diesem Album auch immer wieder durchbrochen und zerstört.
Eine Platte zum Ab- und zuhören, mit gewissem Perlencharakter, zu schade für den Background und zu zerbrechlich für die Autofahrt.
Anspieltipps: Honey and the moon, Blue Lips, Favorite Girl, Dear God und eigentich fast jeder Song.
Es gibt ein US und ein UK Release mit unterschiedlichem Artwork und Songauswahl.

Songs: ****
Produktion: ****

Cover+Booklet Artwork: ****

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Neue Fotos

by Rolf Luginbuehl on Jun.21, 2009, under Konzerte

Samstagnacht um 1.30: Crea Bar St. Chrischona – und ab ging die Post Crea Music Bar 20.6.09 – Danke Sarina & Raoul fürs Knipsen! Alle Fotos in der Galerie. hier

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Seconds out – Genesis (1977)

by Rolf Luginbuehl on May.31, 2009, under My Top 40 Records

Genesis_-_Seconds_Out_FRONT1Phil Collins hatte nach vier Jahren an den Drums 1975 das Mikrofon und damit gleichzeitig das Ruder der Progressivrocktruppe aus Britannien übernommen. Bestimmt einer der unkonventionellsten Besetzungswechsel der Rockmusikgeschichte und gleichzeiteitig Startschuss für Collins’ Weltkarriere, aber das steht auf einem anderen Blatt.
Dieses Live Album, welches nach den Studioalben “A Trick of the Tail” und “Wind and Wuthering” in gewissem Sinne das Ende der progressiven Phase der Band abzeichnet, ist gleichzeitig ein eindrückliches Dokument der eigentlichen Stärken dieser Band. Packende minutenlange Solo-Passagen von Keyboarder Tony Banks und dem scheidenden Gitarristen Steve Hackett begleitet von Doppelschlagzeugpassagen (Herr Collins wollte ja nicht rumstehen während Gesangspausen und unterstützte den angeheuerten Livedrummer).
Genesis verstehen es, wie auf diesem Doppelalbum dokumentiert, sich mit Leichtigkeit und Spielfreude sowohl durch die bekanntesten älteren Titel, wie auch die neueren Titel zu spielen, ohne dass eine Diskrepanz entsteht. Ein langhaariger, vollbärtiger Collins singt sich durch die melodramatischen Texte aus der Gabriel Ära, als hätte er nie etwas anderes gemacht, obwohl zuweilen Zweifel aufkommen, ob er wohl weiss von was er singt. Aber der Gähn-Effekt, welcher sich bei mir in späteren Jahren relativ rasch eingestellt hat, wenn sich die Band in Riesenarenen durch die alten Songs raspelt, tritt zu dieser Zeit noch nicht auf.
In einer postpubertären Phase habe ich dies Platte dünn und durchsichtig gespielt, meine Anspieltipps: Squonk, Firth of Fifth, Cinema Show und natürlich Afterglow.

Songs: *****
Produktion: *****

Cover+Booklet Artwork: ***

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Oh Mercy – Bob Dylan (1988)

by Rolf Luginbuehl on May.31, 2009, under My Top 40 Records

Bob_Dylan_-_Oh_Mercy_(Front)OK, es ist ein Fact, dass bei diesem Album einer meiner favorisierten Songwriter und einer meiner favorisierten Produzenten am Werk waren. Es ist auch offensichtlich, dass Produzent Lanois hier einen omnipräsenten Einfluss auf Dylan und alle Beteiligten hatte, aber trotzdem – oder gerade deshalb bleibt Oh Mercy mein Lieblingsalbum der mittleren Dylan Phase.
Die Vorgeschichte und der Werdegang bezüglich Songwriting und Produzentenwahl ist ja in Dylans Chronicles eingehend beschrieben worden, ich erspare mir hier weitere Ausführungen (siehe auch hier), Tatsache ist, dass Dylan mit diesem Album eine Art Comeback feiern konnte. Ein Prädikat, welches leider die darauf folgenden Studioplatten nicht zu halten vermochten.
Lanois drückt den Aufnahmen in New Orleans seinen typischen Stempel auf: Erdige und trotzdem sphärische Stimmungen, Gitarren mit Delays und viel Atmosphäre, ohne dass gleich U2 Ambitionen aufkommen. Zusammen mit New Orleans’ Who is Who verleiht er Dylans Songs das gewisse Etwas, welches dieses Album zu einem herausrageden Werk macht. Enttäuschend bedeutungslos im Vergleich sind die Outtaktes und Alternativversionen, welche im 2009 im Rahmen der “Official Bootleg Series” erschienen sind.
Meine Anspieltipps sind: “Ring them Bells”, obwohl lange nach der sogenannt christlichen Phase geschrieben, ist dies vielleicht einer der aussagekräftigsten Titel in dieser Hinsicht. Dann aber auch “Deceise of conceit”, “Everything is broken” und natürlich “Man in the long black coat”, dessen Intro ja im Film “I’m not there” ausgiebig gefeatured wird. Zu guter Letzt dann sicher auch “Most of the time” und “Shoting star”, beide auch mit herausragender Textarbeit.

Songs: *****
Produktion: *****

Cover+Booklet Artwork: **

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Wicked Grin – John Hammod Jr (2001)

by Rolf Luginbuehl on May.31, 2009, under My Top 40 Records

Wicked Grin - John Hammond

John Hammond Jr ist ein Bluesman der ersten Stunde. Und obwohl er in den sechzigern im New Yorker Village neben Leuten wie Bob Dylan seine ersten Schritte im Musikgeschäft gemacht hat, ist er seiner Leidenschaft, dem puristischen, originalen Blues auch vierzig Jahre später in einer bescheidenen, aber nicht minder ernsthaften Beständigkeit treu geblieben. Dies, obwohl der Ruhm in massigen Dimensionen, wie auch finanzielle Grosserfolge für Hammond ausblieben.
Mich hat es nicht wenig erstaunt, dass Hammond mit “Wicked Grin” ein Album veröffentlicht, welches – mit einer Ausnahme – ausschliesslich Tom Waits Covers enthält. Wenn man versucht ist, dem Sohn des legendären Produzenten gleichen Namens bei diesem Unterfangen kommerzielle Beweggründe zu unterschieben wird man hier mit zunehmendem Anhören der einzelnen Titel eines besseren belehrt: Trotz der Tatsache, dass “Wicked Grin” für Hammonds Karriere in der Tat ein segensreiches Album war, wird einem nämlich spätestes nach den ersten drei Takes klar, dass es sich hier um eines jener Kleinodien handelt, welche uns seltenerweise nicht alle Tage zu Ohren kommt.
Neben dem Meister Waits himself, der nebst der Produzentenfunktion an der Gitarre mitschrammelt, haben sich die beiden alten Hasen natürlich diverse ebensolche Mitstreiter ins Studio eingeladen. Und mit Ihnen zusammen werden altbekannten Waits Songs in puristischer und erdiger Art und Weise neues und doch altbekanntes Leben eingehaucht. Luftige, altbackene Kontrabass- ud Drumsounds (26 Zoll Bassdrum), zwischen welchen sich die Orgeln von Augie Meyers und Bluesharps von Charlie Musselwhite anhören wie damals im Konzertsaal. Trotzdem und dies ist neben den Interpretationen der Songs für mich ein herausragender Punkt, sind Produktion und Klangqualität dieses Albums State-of-the-art und ein Hochgenuss.
John Hammonds scheint der perfekte Erzähler für dieses Kuriosum an Anektoten über Verlierer, Mörder, Diebe und all die anderen schrulligen Geschichten.
Obwohl dieses Album in sich ein Meilenstein darstellt, kann “Wicked Grin” auch als idealer Einsteiger empfohlen werden, wenn sich jemand entweder dem Werk von Tom Waits und/oder dem von John Hammond Jr etwas nähern möchte.

Songs: *****
Produktion: *****

Cover+Booklet Artwork: ****

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